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Kann ein Fisch Leben retten?

Diese Überschrift mag zunächst verwirren, aber ernsthaft darüber nachgedacht ergeben sich doch Argumente, die diese Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten lassen.

Im Zeitalter der Computer-, Playstation- oder Gameboy-Spiele suchen immer mehr Menschen - Kinder wie Erwachsene - den Weg in die Abgeschiedenheit, ja teilweise in Scheinwelten ohne jeden Bezug zur „Außenwelt“!
Leider liest und hört man immer öfter von amoklaufenden Jugendlichen, die ihre Mitschüler oder Lehrer im Blutrausch niedermetzeln, weil das in ihrem PC auch immer so viel „Spaß“ macht oder die Helden im Fernsehen immer auf der Gewinnerseite sind.
 

  • Natürlich ist es schwierig, als berufstätiges Elternpaar immer den Einfluss auf seine Kinder nehmen zu wollen, der sie im Leben voran bringen soll.
  • Natürlich ist es einfacher, am Wochenende einfach den Fernseher anzuschalten und die Kinder davor zu positionieren um ein paar Stunden Erholung für sich selber zu haben.
     

Schöner wäre es aber, den Kindern auch andere Werte zu vermitteln.
Zum Bespiel anhand eines Aquariums!
Ein Aquarium zu pflegen heißt, Verantwortung zu übernehmen.
Viele Kinder und Jugendliche wissen heutzutage mit diesem Begriff nicht viel anzufangen, weil sich jeder selbst der nächste ist und es „uncool“ wäre, Interesse oder gar Mitgefühl zu zeigen!
Ich könnte mir jedoch gut vorstellen, dass viele von ihnen nur einen kleinen Schups in die richtige Richtung brauchen, um aus der „Null Bock“-Stimmung auszubrechen.
Und so ein kleiner Anreiz könnte zum Bespiel die Anschaffung eines Aquariums bedeuten!

Hierzu muss man sich Gedanken machen. Welche Art von Fische möchte ich halten, benötige ich Bodengrund, Filter, Heizung, Pflanzen? Und wie pflege ich die Fische richtig, angefangen bei der Fütterung bis hin zum richtigen Wasserwechsel.
Um all diese Fragen beantworten zu können, kann man im stillen Kämmerlein Unmengen an Bücher lesen, oder man geht mal vor die Haustür und erkundigt sich, wo der nächste Aquarienverein zu finden ist. Neben den oftmals jahrelangen Erfahrungen der Aquarianer kann man soziale Kontakte knüpfen, man kann mit realen Menschen kommunizieren und erfüllt ebenso eine Mission, wie in vielen Computerspielen oder Actionfilmen - nur eben ohne Blut!
Nebenbei kann so ein Blick in ein schönes Aquarium helfen, den Stress des Alltags für einen Moment zu vergessen und somit auch die Agressionen, die sich aufstauen.
Es entsteht nicht mehr so schnell Langeweile, weil man an einem Aquarium immer etwas zu tun hat. Und Langeweile ist meist der erste Auslöser für negative Handlungen ……….

Um noch einmal auf die Überschrift zu sprechen zu kommen:
„Kann ein Fisch Leben retten“?
Unter (positiven) Umständen - JA!



© Claudia Dzinblewski


© Frank Dzinblewski 2006

aktualisiert am: Sonntag, 27. Mai 2007