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Das unbeliebte Thema Fischkrankheiten wird gerne herab gespielt oder gar vollkommen ignoriert. Oftmals wird aber auch auf kranke Fische vollkommen falsch reagiert. Da die meisten Krankheiten unserer Aquarientiere mit dem blossen Auge nicht erkennbar sind, ist es nicht möglich eine korrekte Diagnose zu stellen. Somit kann auch keine gezielte Therapie erfolgen. Viele Krankheiten gleichen sich im äusseren Erscheinungsbild. Einige Merkmale treten zeitgleich bei unterschiedlichen Krankheiten auf. Wer sich ernsthaft mit dem Thema Fischkrankheiten auseinandersetzen will, ist gezwungen das Mikroskop zur Hilfe zu nehmen. Aber die richtige Handhabung von Mikroskop, das Anfertigen eines Präparates, sowie das Erkennen von Erregern erfordert ein gewisses Mass an Grundwissen und viel Übung. Entscheidend ist ebenso, dass man das richtige Handwerkzeug besitzt! Also was für ein Mikroskop braucht man? Welche Anforderungen muss es erfüllen? Was benötigt man an Zubehör? Wo finde ich Hilfe und kann etwas lernen? All diese Fragen sollte man sich stellen. Denn hier die richtige Auswahl zu treffen entscheidet schon mit über Erfolg oder Misserfolg.
Eine weitere wichtige Frage ist: Was kann ich tun damit meine Tiere erst gar nicht erkranken? Wasserwechsel, Wasserparameter, Ernährung, Haltungsbedingungen usw., alles wichtige Faktoren die darüber entscheiden ob es unseren Tieren gut geht oder ob sie erkranken. Ein kräftiger, gesunder Organismus neigt weniger oft anfällig auf Bakterien und Krankheitserreger zu reagieren als ein ohnehin schon geschwächter Organismus.
Die Empfehlung für eine Quarantäne lesen wir in jedem Buch! Die Empfehlung für Wasserwechsel lesen wir auch in jedem Buch!
Aber worauf es wirklich ankommt, habe ich bisher in keinem Buch gelesen.
Auf den nachfolgenden Seiten möchte ich dazu beitragen, einige Irrtümer aus der Welt zu schaffen. Auch ich habe am Anfang meiner aquaristischen Karriere viele Fehler gemacht. Meine zwei größten Fehler waren, geschriebenes und gesprochenes als gegeben hinzunehmen. Ich hoffe das euch so etwas nicht passiert. Für die Gesundheit unserer Tiere würde ich mir wünschen, dass wenigstens einige Leute dieses lesen und sich die Mühe machen, ihre eigene Vorgehensweise zu überdenken.
Jens Thölke ( Sehnde ) und mein Mitwirken in der Interessengemeinschaft Fischkrankheiten (IGFK) haben mich jedenfalls dazu bewogen, nicht alles als gegeben hinzunehmen sondern auch zu hinterfragen und für mich selbst abzuwägen!
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