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Macropodus opercularis
Paradiesfisch

Zu den ältesten Aquarienfischen zählt zweifelsohne der Paradiesfisch. Ein recht interessanter Fisch in mehrerer Hinsicht ist er alle Male.017 Als erste Besonderheit fällt auf, dass dieser, zu den Labyrinthfischen gehörende Fisch, über ein anderes Atemsystem verfügt. Hier konnte ich erstmals beobachten, dass es auch Fische gibt, die tatsächlich Luft holen und zwar von der Wasseroberfläche.

Als nächstes ist wohl die Färbung während Balz als Besonder- heit zusehen. Als ich diese das erste Mal zu sehen bekam dachte ich es wäre ein neuer Fisch in meinem Aquarium. Das sonst blau-rote Männchen wirkt schon fast schwarz. Gehalten habe ich diese Tiere Paarweise in einem Becken mit den Maßen 60x30x30 cm. Zur Zucht habe ich die Tiere speziell angesetzt. Es wurde ein neues Becken (60x30x30 cm) vorbereitet. Da diese Tiere Schaumnester an der Wasseroberfläche bauen wurde auf einen Filter verzichtet um die Oberflächenbewegung gering zu halten.


Das Becken wurde mit Wasser auf eine Höhe von ca. 12 cm gefüllt. Ein Heizer und etwas Hornkraut wurden eingebracht und ein Pärchen eingesetzt.028 Die verschiedenen Geschlechter sind im allgemeinen recht gut zu unterscheiden.

Die Männchen haben eine lang ausgezogene After- und Schwanzflosse und sind meist intensiver gefärbt. Nachdem nun ein Pärchen in das zuvor eingerichtete Zuchtbecken Einzug gehalten hat werden sie mit Lebendfutter wie z.B. weiße Mückenlarve gefüttert. Habe ich diese nicht, benutze ich auch Frostfutter oder qualitativ hochwertiges Flockenfutter.

 

Nach ein bis zwei Tagen kann ich beobachten, dass das Männchen ein Schaumnest, meist in einer Ecke, gebaut hat. Ab diesem Zeitpunkt stelle ich die Fütterung ein und beobachte die Tiere intensiver. Meist kommt es schon am nächsten Tag zur Eiablage. 034Danach entferne ich sofort das Weibchen aus dem Zuchtbecken. Wenn nach einigen Tagen die Larven geschlüpft sind und sich soweit entwickelt haben das sie das Schaumnest verlassen fange ich auch das Männchen aus dem Becken und beginne die Jungfische zu füttern. Gefüttert wird mit Infusorien, Staubfutter und Artemia. Jeden Tag werden 5 Liter Wasser aufgefüllt bis das Becken seinen normalen Füllstand erreicht hat. Zeitgleich wird ein Schwammfilter installiert. In den kommenden Wochen wird dann wöchentlich 40% Wasser gewechselt. Und wenn alles gut klappt kann man zuschauen wie einige hundert Paradiesfische gross werden. Versteht sich aber von selbst, dass man dann mit einem Becken ( 60x30x30 cm ) nicht mehr auskommt. Aber alles in allem ist es doch mal eine interessante Erfahrung die ich nur empfehlen kann.


In diesem Sinne viel Spass und viel Erfolg!


© Frank Dzinblewski 2006

aktualisiert am: Sonntag, 27. Mai 2007