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Projekt Schulaquarium

schulaquariumAls mein Sohn in die 3. Klasse kam, durfte er erstmals eine Arbeits- gemeinschaft wählen. Als Vater und Hausmann kam mir die Idee, der Schule meine Unterstützung an- zubieten und unterbreitete den Vorschlag zu einer Aquarium-AG. Die Rektorin der Grundschule war von der Idee begeistert, und so starteten wir mit dem Projekt im Herbst 2004.

Zunächst musste natürlich die "Ausrüstung" beschafft werden. Ein Aquarium samt Unterschrank, Bodengrund und Pflanzen wurden von einem engagierten Aquaristikgeschäft gespendet. Wurzeln, Pflanzen und schließlich die Bewohner wurden von befreundeten Aquarianern kostenlos beigesteuert. Die nötige Technik und weitere Tiere wurden von mir zur Verfügung gestellt. Natürlich waren die AG-Kinder sehr ungeduldig und hätten am liebsten in der ersten Stunde das Becken gleich komplett bestückt! Als erfahrener Aquarianer musste ich hier natürlich Einhalt gebieten!

Die ersten Stunden verbrachten die Kinder mit trockener Theorie und einigem Anschauungsmaterial. Dabei wurde erläutert, warum ein Aquarium eine gewisse Einlaufphase benötigt, was während dieser Zeit passiert und ab wann man frühestens Pflanzen und Tiere in das Becken einbringen kann.

Neben Arbeitsblättern, welche die Kinder ausfüllen mussten, habe ich ebenfalls eine Computer-Präsentation erstellt, die ich den Schülerinnen und Schülern ebenso wie der Rektorin mit einem Beamer vorstellte. Nach einigen Stunden war es dann soweit. Wir ließen das erste Wasser in das Becken.

Die Kinder waren natürlich Feuer und Flamme, nun endlich tätig werden zu können! Die Euphorie wurde dann aber auch schon wieder etwas gedämmt, als den Schülern bewusst wurde, wie viel Arbeit doch hinter einem schön eingerichteten Aquarium steckt! Muss man Kies wirklich so oft waschen? Diskussionen blieben da natürlich nicht aus, aber letztendlich konnte der "Lehrer" mit seinen Argumenten doch überzeugen!

Blieb noch das Problem der Fütterung. Anfangs waren die Kinder der AG eingeteilt, die Fische nach einem Wochenplan zu füttern. Leider kamen nicht alle dieser Aufforderung nach und so wurde - nicht zuletzt auch wegen der Ferienzeit- ein Futterautomat von mir zur Verfügung gestellt. Die Reinigung und Pflege liegt aber weiterhin in der Hand der AG-Teilnehmer und wird wöchentlich durchgeführt.

Natürlich gibt es zwischendurch immer wieder etwas Theorie, um das Wissen aufzufrischen und zu erweitern. Schlussendlich kann man festhalten, dass das Projekt Schulaquarium ein voller Erfolg ist. Den Kindern (und Lehrern) wurde näher gebracht, was es bedeutet, sich um ein Aquarium kümmern zu müssen, und welche Freude es bereitet, die Früchte seiner Arbeit ernten zu können - denn Babyfische sind auch schon vorhanden!


© Frank Dzinblewski 2006

aktualisiert am: Sonntag, 27. Mai 2007