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Skalare
Pterophyllum scalare

skalar2aDiese ursprünglich aus Südamerika stammenden Tiere werden seit 1909 bei uns in Deutschland in Aquarien gepflegt. Durch zahlreiche Züchtungen findet man heute im Handel fast ausschließlich Nachzuchten. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir heute Tiere in unterschiedlicher Form und Farbenvielfalt finden. Ich habe mich für eine Skalarform entschieden die im Handel als Goldkopf- oder Rotkopfskalar bezeichnet wird. Diese Zuchtform ist aus dem Marmorskalar entstanden. Bei den Nachzuchten ist dies auch gut zu erkennen da sich die Jungtiere erst später im Kopfbereich einfärben. Die Haltung und Zucht dieser Tiere ist nicht so schwer wie man vielleicht vermuten mag.skalar1

Ich habe meine Zuchttiere in einem Becken mit den Maßen 50x50x50 cm und ein Paar, in einem Becken mit einer Kantenlänge von 100x35x40 cm gehalten. Gefiltert wurde über zwei grosse Schwammfilter. Die Zuchtbecken waren ohne Pflanzen und Bodengrund, ebenso habe ich auf Dekomaterial verzichtet um diese Becken einfacher reinigen zu können. Als Ablaichhilfe wurde ein Tonkegel angeboten.

Als erstes wurde das Weibchen in das Zuchtbecken gesetzt und ca. eine Woche lang mehrmals täglich mit schwarzen, weissen und roten Mückenlarven gefüttert. Anschliessend kam das Männchen hinzu. Nach ein bis zwei Tagen hatte ich dann ein Gelege auf dem Laichkegel. Oftmals geschah es, dass die Tiere das Gelege in der nächsten Nacht frassen. Um dieser Unsitte vorzubeugen habe ich nachts eine kleine Lampe im Keller brennen lassen, so das es nicht völlig dunkel im Raum war.

Oftmals traten auch Laichverpilzungen auf. Zur Lösung dieses Problems habe ich mehrere Möglichkeiten ausprobiert. Es bestand die Möglichkeit das Gelege zu separieren und der Verpilzung mit verschiedenen Wasserzusätzen Herr zu werden. Hier hat sich eine Kombination aus Acryflavin und Methylenblau bewährt. Einzelt verpilzte Eier wurden sofort mit einer Pipette entfernt. skalar3aDies ist aber eine recht zeitintensive Methode. Der bessere Weg ist das Gelege von dem Elternpaar pflegen zu lassen. Hier ist es entscheidend, dass man die Wasserqualität im Zuchtbecken so Keimfrei wie möglich hält. Unterstützend habe ich das Wasser mit Torf angereichert um den pH-Wert zu senken und das Milieu keimarm zu halten.

Um einen Grossteil der Jungtiere ohne Fehler aufzuziehen ist das Wasser im Zuchtbecken ebenfalls entscheidend. Wird bei der Aufzucht täglich ein 100%iger Wasserwechsel durchgeführt, lassen sich Flossendefekte und fehlende Kiemendeckel fast ganz ausschliessen.


© Frank Dzinblewski 2006

aktualisiert am: Sonntag, 27. Mai 2007