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Wasserwechsel

Dreck und Giftstoffe kann nur der Pfleger aus dem Aquarium entfernen!!! 
 

Mit diesem Satz habe ich das Kapitel “ sauberes Wasser “ beendet und mit diesem Satz möchte ich das Kapitel “ Wasserwechsel “ beginnen. Wenn wir davon ausgehen, dass Dreck und Giftstoffe nur vom Pfleger entfernt werden können, wird uns ganz schnell klar wie wichtig ein Wasserwechsel für unsere Tiere ist. Jetzt gilt es noch zu klären, wie oft man wieviel Wasser wechseln sollte. Häufig lesen wir an verschiedenen Stellen Aussagen wie alle 14 Tage 30% oder alle paar Wochen ein bis zwei Eimer. Alles Aussagen die vielleicht unser Gewissen beruhigen, weil wir, wenn etwas schief geht, immer sagen können, das hab ich aber da und da gelesen. Unseren Fischen hilft diese Vorgehensweise nicht im geringsten. Herr Jens Thölke aus Sehnde sagte mir mal: “ Jede Hausfrau, ja selbst jedes 4 -jährige Kind spült erst dann ein Glas mit frischem Wasser aus, wenn es restlos leer ist. Keiner von denen kommt auf die Idee und würde ein halbvolles Glas zur Hälfte leeren, mit frischem Wasser auffüllen, um es dann wieder um die Hälfte zu leeren und mit frischem Wasser aufzufüllen und dies solange zu wiederholen bis das Glas sauber ist. Aber die Aquarianer versuchen es!”

Was wollte er damit ausdrücken?

Wenn wir einen Wasserwechsel so ausführen wie er oben angegeben ist, wird die Jauche im Aquarium nur verdünnt. Und beim nächsten Wasserwechsel wird die Jauche wieder nur verdünnt und so weiter und so weiter. Problem ist aber, das in der Zeit die zwischen den beiden Wasserwechseln liegt, weiter Futter ins Becken gelangt und die Tiere auch weiter koten. Das hat zur Folge, dass der Aquarianer einen Kampf gegen “ Windmühlen” führt, den er nur verlieren kann. 

Wir haben nur eine Chance unser Ziel soviel Dreck und Giftstoffe wie möglich zu entfernen, in dem wir die Wassermenge die wir wechseln erhöhen und die Intervalle verkürzen. Nur so ist es möglich der fortlaufenden Belastung im Aquarium entgegen zu wirken. Um das ganze etwas anschaulicher darzustellen folgende Grafik:

Wasser1

Die Daten aus diesem Diagramm stammen aus Berechnungen für die Jens Thölke (Sehnde) eine Formel entwickelt hat. Anhand dieser Formel lässt sich berechnen, wie die Wasserbelastung über einen gewissen Zeitraum ansteigt. Die Wasserbelastung im Aquarium sollte einen Wert von 11 nicht übersteigen. Wer sich das Diagramm aufmerksam anschaut, wird feststellen dass Wasserwechsel die unter 50% liegen, nicht zum erwünschten Erfolg führen. Liegen die Wasserwechsel länger als 7 Tage auseinander, so sollten mindestens 75% gewechselt werden, besser sind natürlich 100%.

Wir sehen also, dass es sinnvoll ist, die Wasserwechsel so durchzuführen dass man kurze Zeitintervalle hat und eine möglichst grosse Wassermenge wechselt. Mit dieser Methode gelingt es uns einen möglichst grossen Anteil an Dreck und Schad- bzw. Giftstoffen aus dem Becken zu entfernen.

Achtung!

Diese Methode funktioniert in den meisten Fällen, aber nicht immer. Sie setzt auch voraus dass man zum Wechseln ein Wasser verwendet, das die passenden Wasserwerte und die richtige Temperatur hat. Ausserdem sollte das Wasser entgast sein.


© Frank Dzinblewski 2006

aktualisiert am: Sonntag, 27. Mai 2007